MSC-Kalibrierungs- und Autokorrelationsdaten

MSC verwendet getrennte Container für Hauptkalibrierung, EUT-Kalibrierung und Autokorrelation. Alle werden über description adressiert.

Gemeinsame Rohdatenstruktur

Die Feld- und Referenzantennendaten von Haupt- und EUT-Kalibrierung liegen unter:

raw["efield"][frequency][tuner_position][probe_position][sample]
raw["pref"][frequency][tuner_position][antenna_position][sample]

frequency ist numerisch in Hz. tuner_position ist in bestehenden Historien gewöhnlich eine Zeichenkette; Positionsschlüssel sind ganzzahlig. Jeder Eintrag besitzt value, pfwd und pbwd. Bei efield ist value ein Vektor aus drei Feldstärke-Quantities, bei pref eine Power-Quantity. pfwd und pbwd sind vor- und rücklaufende Leistungen.

rawData_MainCal[description] und rawData_EUTCal[description] enthalten zusätzlich noise, etaTx, etaRx und mg. noise hält die Rauschmessung, etaTx und etaRx die frequenzabhängigen Antennenwirkungsgrade. mg ist die persistierte Graphbeschreibung, keine offene Geräteverbindung.

Hauptkalibrierung

Evaluate_MainCal erzeugt processedData_MainCal[description]. Alle nichtskalaren Keys sind grundsätzlich nach frequency indiziert:

  • PMaxRec und PAveRec: maximale und mittlere Empfangsleistung je Referenzantennenposition;

  • PInputForEField und PInputForRecAnt: mittlere Eingangsleistung;

  • PInputVarationForEField und PInputVarationForRecAnt: Verhältnis von maximaler zu minimaler Eingangsleistung (die historische Schreibweise Varation ist Teil der Datenformatvereinbarung);

  • EMax: maximale x/y/z-Feldkomponente je Sondenposition; EMaxT: maximaler Feldbetrag;

  • ACF: mittlerer Kammerkalibrierfaktor, IL: mittlerer Einfügeverlust;

  • Enorm, EnormT, EnormAveXYZ, EnormAve und EnormTAve: auf sqrt(PInput) normierte Felder und Mittelwerte;

  • SigmaXYZ, Sigma24 sowie SigmaXYZ_dB und Sigma24_dB: Streuungsgrößen.

EnormTmax2 bleibt als historischer, momentan nicht befüllter Frequenzcontainer erhalten. Standard_Used nennt die für die Auswertung gewählte Norm. CalculateLoading_MainCal legt einen zusätzlichen Datensatz mit dem Namen "empty,loaded" und dem Key Loading[frequency] an.

EUT-Kalibrierung

Evaluate_EUTCal erzeugt processedData_EUTCal[description] und darin analog PMaxRec, PAveRec, die vier PInput*-Tabellen, EMax, Enorm* und Sigma*. Hinzu kommen:

CCF und CCF_from_PMaxRec

Kammerkalibrierfaktoren aus mittlerer beziehungsweise maximaler Empfangsleistung.

CLF und CLF_from_PMaxRec

Aus dem Verhältnis zur gewählten Hauptkalibrierung abgeleitete Kammerbelastungsfaktoren.

Fehlen Feldsondenwerte, bleiben die feldbezogenen Tabellen an der Frequenz None; die Empfangsantennenauswertung kann dennoch vorhanden sein. CalculateLoading_EUTCal legt zusätzlich "empty,EUT" mit Loading[frequency] an.

Autokorrelation

rawData_AutoCorr[description] enthält efield, tpos und mg. Der Feldpfad entspricht der gemeinsamen Struktur; tpos ist die geordnete Liste der tatsächlich gemessenen Tunerstellungen.

Evaluate_AutoCorr schreibt je nach skip-Auswahl nach processedData_AutoCorr[description]:

  • TunerPositions: sortierte Tunerstellungen;

  • DistributuionOfr: n, r, pdf, cdf, rho und rho0; die historische Schreibweise ist Teil der Schnittstellenvereinbarung;

  • AutoCorrelation[frequency][probe_position][component]: Folge der zyklischen Autokorrelationskoeffizienten;

  • NIndependentBoundaries mit gleichem Index: geschätzte Anzahl unabhängiger Tunerstellungen;

  • Statistic[frequency][probe_position][component]: Stichproben, Histogramm, empirische und angepasste Verteilung sowie Chi-Quadrat- und KS-p-Werte. independent_subset_used und selected_sample_count zeigen, ob eine reduzierte unabhängige Teilmenge verwendet wurde.

Diese statistischen Ergebnisse hängen von alpha, rho, rho0, lag, every und offset des Auswertungsaufrufs ab. Diese Parameter werden derzeit nicht als eigener Metadatenblock persistiert und müssen für eine reproduzierbare externe Neuauswertung separat festgehalten werden.

Bei expliziter RC-Pfadsteuerung können die Rohmessbündel zusätzlich das optionale Feld rx_capture enthalten. Schema, Einheiten und die 40-dB-Umschaltregel sind in MSC-Störfestigkeits- und Emissionsdaten beschrieben. Dies gilt für Hauptkalibrierung, EUT-Kalibrierung und Autokorrelation; alte Bündel bleiben ohne dieses Feld lesbar.