Verstärkerprüfung

AmplifierTest bestimmt Kleinsignalverstärkung, 1-dB- und 3-dB-Kompressionspunkt sowie zulässige Eingangspegel. Das Skript unterstützt zwei Messaufbauten.

Messaufbauten

rack

Der Verstärker befindet sich in einem Messrack. Vorwärts- und Rückwärtsleistung werden über Richtkoppler und Leistungsmesser erfasst.

direct

Der isolierte Verstärkerausgang führt über Kabel und Dämpfungsglied zu einem Ausgangsleistungssensor. Die Pfadkorrekturen werden im DOT-Graph beschrieben.

Virtuelle Läufe

python script/amplifier-test.py \
    script/conf/amplifier-test-virtual/conf.py
python script/amplifier-test.py \
    script/conf/amplifier-test-direct-virtual/conf.py

Die Direct-Konfiguration ist zugleich das Beispiel im Durchgängiges Entwicklertutorial. Qt kann mit amplifier-test-qt.py und derselben Konfiguration gestartet werden.

Auswertung

Bei aktivierter Auswertung erzeugt die Klasse eine Verstärker-INI mit den Kanälen:

S21

Verstärkung als Funktion der Frequenz.

C1DB und C3DB

Eingangspegel an den ermittelten Kompressionspunkten. Nicht gefundene Kompressionspunkte werden nicht als ungültige Zahlen ausgegeben.

MAXIN

Gewählter maximaler Eingangspegel, standardmäßig der 1-dB-Kompressionspunkt.

Frequenz-, Wert- und komplexe Interpolation werden in evaluation_parameters ausdrücklich festgelegt. Für typische logarithmische HF-Stützstellen und Verstärkungswerte in dB werden LOG, DB und POLAR verwendet.

Schutz

Verstärkergrenzen werden über AmplifierProtect aus dem MGraph berücksichtigt. Im Direct-Aufbau kann der Leistungsmesser zusätzlich einen MAXIN-Kanal bereitstellen. Vor einem neuen Pegel wird dann abgeschätzt, welche Leistung nach den aktuellen Pfadkorrekturen am Sensor anliegt.

Virtuelle Tests ersetzen die Messwertphysik nicht: Sie prüfen Ablauf, Graphkorrektur, Schutz, Logging, Pickle und Wiederanlauf. Kompressionsdaten sind erst mit einer geeigneten realen oder gezielt simulierten Kennlinie fachlich aussagekräftig.