Messdatenmodelle

Diese Referenz ordnet die persistierten Datencontainer von mpylab ein. Sie beschreibt die unterstützte Leseschnittstelle der Messhistorie, nicht jedes interne Attribut, das Python beim Pickeln einer Messklasse speichert.

Grundstruktur

Messklassen speichern mehrere benannte Datensätze in einem gemeinsamen Historienobjekt. Der übliche Zugriff lautet:

history.<data_container>[description]

description ist ein frei gewählter, innerhalb des Containers eindeutiger Name. Unterhalb davon verwenden Messabläufe typischerweise numerische Frequenzschlüssel in Hz sowie weitere Schlüssel für Ports, Tunerstellungen, Punkte, Detektoren oder Generatorpegel. Die jeweilige Fachreferenz beschreibt die genaue Reihenfolge.

Eine Description kann mehrere Messdurchläufe aufnehmen, auch wenn sich der Aufbau dazwischen geändert hat. Der kompakte Verweis acquisition an jedem gebündelten Rohdaten-Sample ordnet es einem zeitgestempelten Konfigurations-Snapshot zu; Messhistorie und Ausgabedateien definiert diese gemeinsame Herkunftsstruktur.

Rohdatencontainer beginnen gewöhnlich mit rawData. Sie enthalten Gerätewerte, Ablaufmetadaten und die für eine erneute Auswertung erforderliche Herkunft. processedData enthält daraus berechnete Größen. Eine Auswertung ersetzt oder löscht die Rohdaten nicht.

Persistierte Container

Datencontainer der Messklassen

Messklasse

Container

Inhalt

Detailreferenz

TEMCell

rawData_Verification, processedData_Verification

TEM-Moden-Verifikation und Leistungsreferenzen

TEM-Verifikationsdaten

TEMCell

rawData_e0y, processedData_e0y

gemessener GTEM-Feldfaktor

TEM-e0y-Daten

TEMCell

rawData_Immunity, processedData_Immunity

Exposition, Referenzauswahl und EUT-Bewertung

TEM-Störfestigkeitsdaten

TEMCell

rawData_Emission, processedData_Emission

Emissionsscan, Detektoren und Feldkorrelation

TEM-Emissionsdaten

AmplifierTest

rawData, processedData

Verstärkerleistung, Verstärkung und Kompression

Verstärkertestdaten

MSC

rawData_MainCal, processedData_MainCal

Leerkammer- und Beladungskalibrierung

MSC-Kalibrierungs- und Autokorrelationsdaten

MSC

rawData_EUTCal, processedData_EUTCal

EUT-spezifische Kammerkalibrierung

MSC-Kalibrierungs- und Autokorrelationsdaten

MSC

rawData_AutoCorr, processedData_AutoCorr

Tuner-Autokorrelation und unabhängige Positionen

MSC-Kalibrierungs- und Autokorrelationsdaten

MSC

rawData_Immunity, processedData_Immunity

Exposition, Schwellen und EUT-Bewertung

MSC-Störfestigkeits- und Emissionsdaten

MSC

rawData_Emission, processedData_Emission

Empfangsleistung und abgeleitete Emission

MSC-Störfestigkeits- und Emissionsdaten

TEMCell speichert zusätzlich geometry, uniform_areas, verification_datasets und reference_datasets. Diese Attribute binden Geometrie und Herkunft an die Messhistorie und sind für die Interpretation der Verifikations- und Referenzdaten relevant.

Schnittstellenvereinbarung und interne Zustände

Unterstützt sind die auf diesen Seiten beschriebenen Pfade, Typen, Einheiten und Bedeutungen. Neue mpylab-Versionen dürfen additive Keys ergänzen. Als optional gekennzeichnete Felder können in älteren Pickles oder bei einem anderen Messmodus fehlen; Anwendungen lesen sie mit mapping.get(...).

Laufzeitobjekte wie geöffnete Dateien, Logger, UI-Adapter und Geräteinstanzen sind keine Datenleseschnittstelle. Auch ein momentan im __dict__ sichtbares Attribut ist ohne Eintrag in dieser Referenz keine zugesicherte Schnittstelle.

Bestehende Keys werden nicht still umbenannt oder fachlich neu belegt. Eine unvermeidbare inkompatible Änderung benötigt eine Migrationsstrategie und eine explizite Versionsentscheidung. Die Pickle-Historie erhält durch diese Dokumentation noch keine globale Schemaversion; einzelne Austauschformate oder Teildokumente können eigene schema_version-Felder besitzen.

Änderungen am Datenmodell

Eine Änderung an einem persistierten Attribut, Key, Index, Typ, einer Einheit oder Bedeutung wird im selben Commit in deutscher und englischer Sprache dokumentiert. Der zugehörige virtuelle Schnittstellentest wird ebenfalls angepasst. Neue Container müssen in der Tabelle oben erscheinen.

Die Pflegevorgaben und Prüfkommandos stehen unter Dokumentation pflegen. Messhistorie und Ausgabedateien beschreibt Pickle, Autosave und Fortsetzung; Pickles mit PExplorer untersuchen zeigt die interaktive Untersuchung einer vertrauenswürdigen Historie.

Pfadkorrekturgrößen behalten ihre bisherigen Einheiten und Dictionary-Schlüssel. Neu berechnete Korrekturen behalten SCUQ-Ausdrücke mit gemeinsamen Eingängen und reellen/komplexen Übertragungsabhängigkeiten statt unabhängiger ausgewerteter Eingänge. Ihre Pickle-Darstellung kann die internen Übertragungsausdrucksklassen in mpylab.tools.ratio_conversion enthalten; lesende Versionen müssen diese Klassen bereitstellen. Bestehende gespeicherte Zahlenwerte werden nicht umgeschrieben. Conditions, Schaltmatrix und Pfadkorrekturen beschreibt die korrigierte kohärente Leistungsrechnung und die Grenzen der Unsicherheitsfortpflanzung erster Ordnung bei Auslöschung.